Cover Mercedes E-Klasse

Etzold

Mercedes E-Klasse 1995 - 2002 (95-197 PS)

So wird´s gemacht - Band 104

ISBN: 978-3-7688-0964-1

Reparaturanleitung für Mercedes E-Klasse

--> ie im Juni 1995 vorgestellte E-Klasse (W 210) »blickt mit einem ganz neuen Gesicht in die Welt: Erstmals trägt eine E-Klasse von Mercedes-Benz eine markante Frontpartie mit vier elliptischen Scheinwerfern. Für Aufsehen sorgt außerdem die coupéähnliche Heckgestaltung. Beide Designelemente, die sich deutlich von der vergleichsweise strengen Linienführung der Baureihe 124 abheben, werden von Fachleuten und Öffentlichkeit sehr positiv aufgenommen.« Und natürlich gab es neben dem neuen Vieraugen-Gesicht auch noch einige technische Leckerbissen. So konnte das Blechkleid im Windkanal auf den außerordentlich niedrigen cW-Wert von 0,27 getrimmt werden. Ausgelobt wurden von Daimler-Benz auch »eine besonders reichhaltige Serienausstattung, darunter zwei Dutzend Extras, die in der bisherigen E-Klasse nicht oder nur als Sonderausstattung erhältlich sind. Dazu gehören das Elektronische Traktionssystem (ETS), ein elektronisches Fahrberechtigungssystem, elektrische Fensterheber vorn und hinten, Außentemperaturanzeige, Staubfilter und die dritte Bremsleuchte auf der Hutablage. Auch auf dem Gebiet der Fahrzeugsicherheit markiert die neue E-Klasse den Stand der Technik. Dank einer optimierten Karosseriestruktur mit großen Deformationszonen und noch wirksameren Rückhaltesystemen im Innenraum sind die Limousinen der Baureihe 210 in ihrer Gesamtkonzeption die sichersten Automobile ihrer Klasse. Als weltweit erster Automobilhersteller setzt Mercedes-Benz in der E-Klasse serienmäßig Gurtkraftbegrenzer ein. Der Seitenaufprallschutz wird durch den Einsatz eines neu entwickelten Sidebags noch besser.« Zusätzliche Ausstattungen waren ein Regensensor für die Scheibenwischer, ein Luftgütesensor für die Klimatisierungsautomatik und die Ultraschall-Einparkhilfe Parktronic (PTS). Und wem diese Sicherheitsfeatures nicht ausreichten, der konnte erstmals ab Werk eine in Handarbeit aufgebaute E-Klassen-Limousine in »beschussgesicherter Ausführung« ordern. Eine ganz wesentliche Innovation waren schließlich die Dieselmotoren (1998) mit Kraftstoff-Direkteinspitzung und Common-Rail-Technik. Für das angesehene amerikanische Fachblatt Road & Track (Heft Dezember 1995) stellt die neue E-Klasse »für Mercedes-Benz eine dramatische Abkehr dar. In der Vergangenheit wurden die Autos – vor allem die Limousinen – an ‚rationale’ Menschen verkauft, die Dauerhaftigkeit, ein zeitloses Styling und verborgenen Luxus suchten. Mit dem neuen E 320 versucht Mercedes-Benz diese Kunden zu halten und gleichzeitig Leute anzusprechen, die beim Kauf emotionaler handeln, solche, für die Stil, Handling und der Spaßfaktor eines Autos wichtig sind.«
Mercedes E-Klasse
Mercedes E-Klasse (W210), Modellzyklus 1995 – 2003
Ältere Mercedes-Modelle erfreuen sich allgemein großer Beliebtheit, bieten sie doch ein üppiges Raumangebot, angenehmen Komfort, eine Sicherheitsausstattung auf hohem Niveau, vorzügliche Fahreigenschaften und hochwertige Verarbeitung. Besonderer Beliebtheit erfreut sich in der W 210 Baureihe das T-Modell. Die letzten produzierten W 210 sind inzwischen auch schon 10 Jahre alt und so liegt die Spanne für einen Gebrauchten W 210 zwischen etwa 1.000 bis 10.000 Euro. Auffällig am W 210 ist Rost an Fensterrahmen und der Bodengruppe, laute Antriebs- und Gelenkwellen, Mängel an der Bremsanlage, ölige Differenziale, müde Lichtmaschinen sowie ausgeleierte Radaufhängungen.