Cover Mercedes C-Klasse

Etzold

Mercedes C-Klasse 1993 - 2000

So wird´s gemacht - Band 88

ISBN: 978-3-7688-0818-7

Reparaturanleitung für Mercedes C-Klasse

--> Als 1993 Daimler-Benz die C-Klasse einführte wurde zugleich der äußerst erfolgreiche 190er eingestellt. Immerhin brachte es der „Baby-Benz“ im seiner elfjährigen Produktionszeit (1982-1993) auf rund 1,8 Millionen Exemplare. Die neue C-Klasse ist vom Start weg sehr begehrt. Über 40.000 Vorbestellungen müssen abgearbeitet werden, und so ist es nahezu selbstverständlich, dass der Kunde über 4 Monate auf sein C-Klasse-Modell warten muss. Die C-Klasse ist eine konsequente Weiterentwicklung des „Baby-Benz“. Mit seinem gestreckten Bug, den schräggestellten Frontscheinwerfern, dem kleinen Grill, der stark geneigten Frontscheibe, der fließenden Dachpartie und dem flacheren Kofferraum wirkt das C-Modell, nach Ansicht des Fachblattes „ams“ »in seiner Gesamtheit wie eine kleine S-Klasse, jedoch viel harmonischer und runder«. In den Außen-Abmessungen hatte sich zum Vorgänger kaum etwas geändert denn die C-Klasse wurde nur um1,5 cm breiter und um 4 cm länger. Was man bei der Vorstellung 1993 jedoch noch nicht ahnen konnte, war, dass nach siebenjähriger Produktionszeit und fast 1,9 Millionen Exemplaren 2001 der letzte Mercedes in klassischer Linienführung vom Band lief. 1996 testete das Fachblatt „ams“ den C 180 mit dem 122 PS starken 1,8 l-Motor über 100.000 Kilometer und notierte unter anderem ein defektes Abblendlicht, eine quäkende Hupe, ein Bremslicht ohne Funktion sowie bei Kilometerstand 44.489 rubbelnde Bremsen und einen undichten Motor. Ausgewechselt werden mussten zudem das Heizgebläse und der hintere Kurbelwellen-Radialdichtring wie auch die Kupplungs-Mitnehmerscheibe. Im Schnitt verbrauchten die Tester 8,5 Liter Benzin auf 100 Kilometer und kamen bei dem 54.000 DM teuren Personenwagen auf einen Kilometerpreis von 19 Pfennig. Das Fazit des Dauertests fiel positiv aus: »So ging der Kilometer-Marathon, den der kleine Mercedes in solcher Massierung sonst selten erleben durfte, ganz unspektakulär zu Ende, ohne geborstene Pleuelstangen und mit einer erfreulichen Wirtschaftlichkeitsrechnung.«
Mercedes C-Klasse
Die C-Klasse (Baureihe W 202) ist bei Oldie-Fans sehr beliebt und so sind Gebrauchtwagenpreise für einen rund 13 Jahre alten W 202 um die 5.000 Euro nicht unüblich. Wie immer ist der Kaufpreis natürlich sehr abhängig vom Pflegezustand und der Kilometerleistung. Achten sollte man auf ausgeschlagene Spurstangenköpfe, Ölundichtigkeiten an Zylinderkopf, Steuerkastendeckel und Ölwanne. Ansonsten gibt es keine größeren Beanstandungen. Generell schneidet die C-Klasse bei der Hauptuntersuchung in seiner Klasse besser ab als der Durchschnitt der geprüften Autos.

Was man alles am Auto selbst reparieren kann beschreibt das Reparatur-Handbuch »So wird´s gemacht«. Hier eine kleine Auswahl:

  • Motor ausbauen
  • Kupplung prüfen/wechseln
  • Getriebe ausbauen
  • Kettenspanner
  • Zylinderkopf ausbauen
  • Nockenwelle wechseln
  • Ventilführung prüfen/ausbauen
  • Ölwanne
  • Öldruckventil prüfen
  • Kühlmittelregler ausbauen
  • Lüfterkupplung
  • Gaszug einstellen
  • Bremse
  • Schaltung einstellen
  • Türschloss aus- und einbauen
  • Stoßfänger demontieren
Mercedes C-Klasse