Auto selbst warten – so sparen Sie Werkstattkosten

Autor Rüdiger Etzold
Veröffentlichungsdatum 2013
Veröffentlicht in Zeitungsartikel
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Auto Wartung selber machen

Geld sparen

So wird´s gemacht

Einmal im Jahr oder entsprechend der Intervall-Anzeige ist die Auto-Wartung oder eine Inspektion fällig. Und je nach Aufwand und Automodell muss der Autobesitzer dann mit Kosten zwischen 200 und 600 Euro rechnen. Im Gegensatz zu früheren Jahren ist die Fahrzeug-Wartung bei weitem nicht mehr so arbeitsintensiv, denn das Einstellen der Ventile sowie der Zündung und des Kupplungsspiels wie auch das Wechseln der Unterbrecherkontakte fallen nicht mehr an.

Die aufwendigste Arbeitsposition ist der Ölwechsel, und da langen die Werkstätten kräftig hin, zumal sie in der Regel das teuerste Öl verkaufen. Das mag ja noch wirtschaftlich sein, wenn man sich dadurch einen Ölwechsel ersparen kann, doch ist das leider nicht immer der Fall. Macht man den Ölwechsel selbst, lässt sich viel Geld sparen, zumal wesentlich preiswerteres Motoröl verwendet werden kann.

Etzold Rüdiger Etzold ist Deutschlands „Käfer-Papst“ und Autor der Ratgeber-Reihe „So wirds gemacht“  Dr. Rüdiger Etzold studierte nach einer Lehre zum Kraftfahrzeugmechaniker in Hamburg an der Wagenbauschule Fahrzeugtechnik. 1968 ging Etzold nach Stuttgart zur Automobilzeitschrift »Gute Fahrt«. Dort war er stellvertretender Chefredakteur und maßgeblich an der Entwicklung des ersten deutschen Buggies .

Dr. Rüdiger Etzold ist Deutschlands „Käfer-Papst“ und Autor der Ratgeber-Reihe „So wirds gemacht“
Dr. Rüdiger Etzold studierte nach einer Lehre zum Kraftfahrzeugmechaniker in Hamburg an der Wagenbauschule Fahrzeugtechnik. 1968 ging Etzold nach Stuttgart zur Automobilzeitschrift »Gute Fahrt«. Dort war er stellvertretender Chefredakteur und maßgeblich an der Entwicklung des ersten deutschen Buggies beteiligt.

 

 


Nicht alles muss die Werkstatt machen


Bei der Fahrzeug-Wartung handelt es sich vor allem um Kontrollarbeiten, und die kann ein technisch interessierter Autofahrer auch selbst durchführen. Wer die Wartung selbst durchführen will, benötigt einen auf sein Modell abgestimmten Wartungsplan, denn es gibt Wartungsvorschriften, die zwingend eingehalten werden müssen, sonst können teure Folgeschäden eintreten. Wenn beispielsweise der Zahnriemen für den Nockenwellenantrieb nicht nach Vorschrift auswechselt wird, kann durch einen defekten Zahnriemen der Motor kollabieren.

Den erforderlichen Wartungsplan kann man mitunter im Internet runterladen oder vom Auto-Händler anfordern beziehungsweise modellspezifischen Auto-Reparaturbüchern entnehmen.


Vorsicht bei der Garantie


Hilfreich ist es, wenn man bei den Wartungsarbeiten ein Reparatur-Handbuch zur Hand und eine Grube zur Verfügung hat oder den Wagen aufbocken kann.

Am Beispiel vom Wartungsplan für den VW Tiguan haben wir deutlich gemacht, welche Arbeiten man leicht selbst ausführen kann (grün markiert) und welche gegebenenfalls von der Fachwerkstatt ausgeführt werden müssen (rot markiert). Alle Wartungsarbeiten, die nicht selbst ausgeführt wurden, listet man exakt auf und übergibt der Fachwerkstatt einen schriftlichen Auftrag nur für diese Arbeiten.

So schrumpfen die Kosten für die Fahrzeug-Inspektion beträchtlich.

Besonders wichtig: Während der Garantiezeit ist es zwingend erforderlich, die Wartungsarbeiten von einer autorisierten Fachwerkstatt ausführen zu lassen, sonst erlischt die Fahrzeug-Garantie.

Rüdiger Etzold

 

Selbst Hand anlegen: Wartungsplan für den VW Tiguan

A 10 B 11 WA-Plan Tiguan

 

 

A 10 B 12 WA-Plan Tiguan