Motor-Ölwechsel – So sparen Sie 100 Euro

Autor Rüdiger Etzold
Veröffentlichungsdatum 2013
Veröffentlicht in Zeitungsartikel
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Als Karl Rieger die Rechnung über die Wartungskosten für seinen Mittelklassewagen kontrollierte hielt er kurz den Atem an: Fast 30 Euro für einen Liter Motoröl sollte er zahlen, insgesamt wurden 159 Euro für den Motorölwechsel fällig. Das konnte sich nur um ein Versehen der Werkstatt handeln, dachte Karl Rieger. Doch der Kundendienstleiter der Werkstatt war ganz anderer Meinung: „Wir halten uns an die Werksvorschrift. Und für ihr Fahrzeug ist ein besonderes Premiumöl vorgeschrieben und das ist so teuer.“

Seitdem die Tankstellen ihre Hebebühnen demontiert haben und lieber Cola als Öl verkaufen haben die Fachwerkstätten sozusagen das Monopol auf den Motorölwechsel. Und seitdem wird mitunter beim Motor-Ölwechsel kräftig abgezockt. Es sei denn, man führt den Ölwechsel selbst durch, dann lassen sich die Kosten extrem verringern. Einen 5 Liter Kanister 10W 40 Mehrbereichsöl gibt es schon ab 20 Euro.

Die Crux bei diesem Vorhaben: Es sollte eine Grube oder eine Hebebühne zur Verfügung stehen, denn die Ölablassschraube sitzt unten in der Ölwanne. Allerdings gibt es eine Alternative: Im Handel werden Ölabsaugpumpen zum Preis von circa 30 Euro angeboten. Abgesaugt wird das Öl über die Ölmessstab-Bohrung. Gegen diese Art des Ölwechsels haben die Automobilfirmen keine Einwände. Wichtig ist allerdings, dass gleichzeitig auch der Ölfilter gewechselt wird.

Wer sich damit überfordert fühlt, kann dennoch die Ölwechselkosten kräftig reduzieren. Er nimmt das zuvor preiswert eingekaufte Motoröl zur anstehenden Fahrzeugwartung mit und überlässt die Arbeit der Werkstatt. Wir haben im Großraum Stuttgart die Kosten für diesen Service erfragt. Eine Audi-Werkstatt berechnet für die Entsorgung des angelieferten Motoröls 2 Euro pro Liter (Kosten im Schnitt also 10 Euro), eine Mercedes-Werkstatt nimmt pro Motorölwechsel 15 Euro. Mehr sollte man auf gar keinen Fall bezahlen, denn schließlich sind ja die Ölwechselkosten mit der Wartungskostenpauschale abgegolten.

Einen 5-Liter-Kanister Motoröl mit dem Mehrbereichsöl 5W 40 gibt es schon ab 20 Euro. Wird die Pauschale hinzugerechnet, liegen die Kosten für den Motor-Ölwechsel einschließlich Ölfilterwechsel (10 Euro) bei rund 40 Euro und nicht bei 100 Euro oder sogar 150 Euro. Eine Audi-Werkstatt im Großraum Stuttgart berechnet beispielsweise für einen Liter 10W 40-Öl 17,90 Euro, die Mercedes-Werkstatt 19,00 Euro. Und für das Longlifeföl kassiert Audi 26,00 Euro und die Mercedes-Werkstatt sogar 31,00 Euro. Longlifeöl kann man übrigens schon für 6 Euro pro Liter kaufen.

Etzold Rüdiger Etzold ist Deutschlands „Käfer-Papst“ und Autor der Ratgeber-Reihe „So wirds gemacht“  Dr. Rüdiger Etzold studierte nach einer Lehre zum Kraftfahrzeugmechaniker in Hamburg an der Wagenbauschule Fahrzeugtechnik. 1968 ging Etzold nach Stuttgart zur Automobilzeitschrift »Gute Fahrt«. Dort war er stellvertretender Chefredakteur und maßgeblich an der Entwicklung des ersten deutschen Buggies .

Etzold Rüdiger Etzold ist Deutschlands „Käfer-Papst“ und Autor der Ratgeber-Reihe „So wirds gemacht“ Dr. Rüdiger Etzold studierte nach einer Lehre zum Kraftfahrzeugmechaniker in Hamburg an der Wagenbauschule Fahrzeugtechnik. 1968 ging Etzold nach Stuttgart zur Automobilzeitschrift »Gute Fahrt«. Dort war er stellvertretender Chefredakteur und maßgeblich an der Entwicklung des ersten deutschen Buggies beteiligt, der unter dem Modellnamen Karmann-GF (GF = »Gute Fahrt«) von Karmann (Osnabrück) vertrieben wurde. Nachdem der 10. Band seiner Buchreihe „So wird’s gemacht“ erschienen war, machte Etzold sich 1976 selbständig. Seitdem arbeitet er als freier Autor. 1991 wurde er in Dresden an der Hochschule für Verkehrswesen promoviert. Neben der Auto-Reparatur-Buchreihe und Bänden über Reparaturarbeiten an Mofas und Leichtmotorrädern hat Etzold eine vierbändige VW-Käfer-Chronik geschrieben, das Buch über den ersten VW Golf GTI mitverfasst sowie eine mehrbändige Dokumentation über die Auto Union/Audi AG unter dem Titel »Im Zeichen der vier Ringe« erarbeitet.


    Welches Öl für welchen Motor?


Um sich kein teures Motoröl andrehen zu lassen, welches der Motor mitunter gar nicht benötigt, beziehungsweise um in den Motor ein von der Automobilfirma vorgeschriebenes Motoröl einzufüllen, muss man sich in der Materie auskennen, denn das Ölangebot ist breitgefächert.

Generell werden heute Mehrbereichsöle verwendet, das Motoröl muss also nicht entsprechend der Jahreszeit (Sommer/Winter) gewechselt werden. Ein Mehrbereichsöl erkennt man am „W“ für wintertauglich in der Bezeichnung. Üblich sind heutzutage diese Mehrbereichsöle: 5W-30, 0W 40, 15W 40, 5W 40, 5W 50, 10W 60. Die Auto-Bedienungsanleitung gibt darüber Auskunft, welche Öl-Spezifikation der Automobilhersteller für den betreffenden Motor vorschreibt. Die Zahl vor dem W gibt die Viskosität bei Minusgraden an und ist für den Kaltstart und Kaltlauf sehr wichtig, denn je niedriger die Ziffer, desto schneller fließt das Öl bei tiefen Temperaturen zu den Schmierstellen.

Die Zahl hinter dem W kennzeichnet das Temperaturverhalten bei warmen Außentemperaturen. Ein 0W-40 Mehrbereichsöl deckt den Außentemperaturbereich unterhalb von -30° C bis +40° C ab, ein 15W– 40 Ganzjahresöl von -20° C bis + 50° C. Mithin ist ein 15W- 40 Mehrbereichsöl für unsere Breitengrade schon ausreichend. Generell neigt mein heutzutage allerdings zu stärker gespreizten Ölen, zum Beispiel also 5W 30 oder 0W 40.


    Benzin sparen mit Leichtlauföl?


Im Angebot sind auch sogenannte Leichtlauföle. Bei diesen Motorölen handelt es sich um Synthese- oder Hydrocracköle, welche die mechanischen Reibungsverluste verringern. In der Regel sind das Mehrbereichsöle in folgenden SAE-Viskositätsbereichen: 0W-30, 0W-40, 5W-30 und 5W-40. Ihr Sprit-Einsparungspotenzial hängt allerdings stark vom Einsatz des Fahrzeugs ab. Wer viel auf Langstrecken unterwegs ist wird kaum einen reduzierten Kraftstoffkonsum verspüren. Wird das Fahrzeug oft kalt gestartet und vornehmlich im Kurzstreckenverkehr eingesetzt, dann kann eine Einsparung von bis zu 5 Prozent möglich sein. Bei einem Verbrauch von 8 Liter auf 100 Kilometer also fast einen halber Liter. Ob sich der Minderverbrauch tatsächlich einstellt und sich dadurch der Mehrpreis für das synthetische Leichtlauföl lohnt, muss jeder im Einzelfall selbst in Erfahrung bringen.


    Synthetiköl teurer und auch besser?


Motorenöle basieren auf verschiedenen Grundölen und Mischungen. Hinzu kommen Additive, um die Eigenschaften der Schmierstoffe wesentlich zu verbessern. Je höher der Anteil an Additiven im Motoröl desto besser ist die Qualität und desto höher ist der Preis. Auch Synthetiköle werden wie das Mineralöl aus Erdöl hergestellt. Allerdings ist der Herstellungsprozess aufwendiger und dadurch wesentlich teurer. Von großem Vorteil ist es jedoch, dass dem Öl bei der Herstellung besonders positive Eigenschaften anerzogen werden können, so dass beim Synthetiköl auf Zusatzstoffe weitgehend verzichtet werden kann. Das Synthetiköl ermöglicht zudem neue Viskositätsklassen (0W 40) und schließlich fließt es bei tiefen Außentemperaturen schneller zu den Schmierstellen als herkömmliches Mineralöl und verbessert dadurch das Kaltstartverhalten. Außerdem verträgt es höhere Motortemperaturen, so dass der Schmierfilm auch bei größerer Belastung nicht abreißt. Wer jedoch ein betagtes Auto fährt, der wird diese Vorteile kaum „erfahren“.


Longlifeöle taugen nicht generell für ein langes Leben


Es war der Volkswagenkonzern, der im Mai 1999 mit Einführung dynamischer Ölwechselintervalle eine sinnvolle Alternative einführte. Bis zu diesem Zeitpunkt galten generell feste Motoröl-Wechselintervalle, wie zum Beispiel: Ölwechsel einmal im Jahr oder alle 15.000 Kilometer. Um das Longlife-Konzept einführen zu können, waren allerdings verschiedene innermotorische Maßnahmen notwendig und natürlich mussten auch die Parameter für den Ölwechseltermin festlegt werden.

Anhand der erfassten Daten (Ölstandssensor, Bremsbelagverschleiß, Geschwindigkeit, Verbrauch, Drehzahl) ist es möglich, den Ölwechseltermin einigermaßen individuell zu ermitteln. Und in der Tat, die Ölwechsel-Intervalle ließen sich auf bis zu 30.000 Kilometer erhöhen. Wer allerdings vornehmlich nur kurze Strecken fährt und öfters einen sportiven Start hinlegt, wird mitunter schon nach rund 15.000 Kilometern zum Ölwechsel gebeten. Und dann kann man, um Kosten zu sparen, auf feste Ölwechselintervalle umschalten und natürlich das teure Longlifeöl durch ein wesentlich preiswerteres Mehrbereichsöl ersetzen.


Pro und Contra Longlife-Konzept


Die Einführung des Longlife-Konzeptes führte allerdings auch dazu, dass nur Öle verwendet werden dürfen, die einer speziellen Longlife-Ölnorm entsprechen. Angefangen hat es mal mit der VW-Norm 500.00, inzwischen wurde die Norm mehrfach modifiziert, und zwar für Turbo-Benziner, Pumpe-Düse-TDI oder auch für TDI mit Partikelfilter, so dass man nach 12 VW-Normen inzwischen bei der VW-Norm 507.00 angekommen ist. Die gilt unter anderem nicht für den V10 PD-TDI vor Baujahr 01/2007. Wichtig ist auch, dass Longlifeöle der 1. und 2. Generation auf keinen Fall in Motoren eingefüllt werden dürfen, die dafür nicht zugelassen sind. Diese wenigen Hinweise machen nachhaltig deutlich, wie komplex das Thema Motorölwechsel inzwischen geworden ist. Und jeder Autofahrer, der in Eigenregie den Ölwechsel vornimmt, sollte sich vorher kundig machen, welche Ölsorte aktuell für seinen Motor erlaubt ist. Denn das Thema ist noch komplexer geworden. Nachdem Volkswagen mit seiner Longlife-Kampagne recht erfolgreich war, mussten die anderen Automobilfirmen nachziehen. Und sie taten es. Allerdings konnten sie natürlich nicht in ihren Bedienungsanleitungen schreiben „Longlifeöl entsprechend der VW-Norm XY“, sie mussten schon aus Marketinggründen eigene Normen entwickeln. Und so erfüllt die Mineralölindustrie inzwischen praktisch für jeden Automobilhersteller „seine“ Öl-Normen.


    Was muss beim Motorölwechsel beachtet werden?


Die Ratgeber-Reihe „So wirds gemacht“ hat sich zur Schrauber-Bibel bei Autofahrern entwickelt

Die Ratgeber-Reihe „So wirds gemacht“ hat sich zur Schrauber-Bibel bei Autofahrern entwickelt

Mit etwas Geschick kann man den Motorölwechsel selbst durchführen und viel Geld sparen – es gibt dabei aber einiges zu beachten:

Tipp 1: Nur Öle verwenden, die von der Automobilfirma für den entsprechenden Motor frei gegeben wurden.

Tipp 2: Nicht auf Marketing-Sätze reinfallen, wie: „Das Motoröl wird allen Anforderungen moderner Vergaser- und Dieselmotoren gerecht.“ Oder: „Dieses Motorenöl entspricht den Qualitätsanforderungen und den Ölwechselvorschriften aller PKW-Motorenhersteller.“ So müssen beispielsweise die Angaben auf dem Gebinde stehen: „Erfüllt folgende Firmen-Normen: VW Norm 50400, 50700, BMW Longlife 04, Mercedes Benz MB 229.51. Rückwärtskompatibel mit den VW-Normen 500 00, 501 01, 502 00, 503 00, 503 01, 505 00, 505 01, 506 00, 506 01. Lediglich für die Motoren R 5 (TDI) und V10 (TDI) kann Longlife III nicht eingesetzt werden. Erfüllt AC-Normen. ACEA A3/B3, ACEA A3/B4, ACEA C3, Longlife III. SAE Motorenöl vollsynthetisch.

Tipp 3: Wenn Longlifeöl verwendet wird, ausschließlich Longlifeöl der gleichen Spezifikation und Norm nachfüllen. Es ist erlaubt, im Notfall kleine Mengen eines normalen Mehrbereichsöls nachzufüllen. Sinnvoller: Nachfüllöl im Fahrzeug mitführen.


   Auf die Menge kommt es an


Tipp 4: Nicht zu viel Öl nachfüllen. Beim Öl-Nachfüllen darauf achten, dass das Fahrzeug auf einer ebenen Fläche steht. Außerdem: Öl nur in kleinen Mengen nachfüllen und mit der Ölstands-Kontrolle etwas warten, bis sich das Öl im Ölsumpf gesammelt hat. Hat das Öl am Ölmessstab die Maximum-Markierung überschritten, muss das zu viel eingefüllt Öl auf jeden Fall abgelassen oder abgesaugt werden, sonst wird im Fahrbetrieb der Katalysator zerstört.

Tipp 5: Das Longlife-Konzept beruht darauf, dass verschiedene Parameter herangezogen werden, um daraus den Ölwechseltermin zu bestimmen. Eine exakte Öl-Analyse findet nicht statt. Wer genau wissen möchte, inwieweit sein Motoröl gealtert oder verbraucht ist, muss dem Motor eine Ölprobe entnehmen und diese bei einer Ölcheck-Firma analysieren lassen. Das Problem: die exakte Analyse kostet so viel wie ein Ölwechsel. Langfristig wird es jedoch Ölsensoren geben, die direkt im Motor die Alterung des Öls analysieren können.

Tipp 6: Longlifeöle sind nur noch in den Fachwerkstätten besonders teuer. Es gibt inzwischen Longlife-Öle zum Literpreis um 6,00 Euro, die beispielsweise die aktuelle VW-Norm 507.00 erfüllen.

Tipp 7: Im intensiven winterlichen Kurzstreckenverkehr kann es zur Ölverdünnung kommen wodurch die Schmierfähigkeit des Öles erheblich verschlechtert wird. Erkennbar ist die Ölverdünnung unter anderem auch durch einen angestiegenen Ölstand. Empfehlenswert ist es dann, im Frühjahr einen vorgezogenen Motorölwechsel durchzuführen.

Tipp 8: Der stärkste serienmäßige VW-Käfermotor erzielte 50 PS aus einem 1,6 Liter großen Hubraum, also 31 PS aus einem 1,0 Liter großen Hubraum. Der aktuelle 1,4 Liter große VW-TSI-Motor leistet 160 PS. Pro Liter Hubraum 114 PS, also über dreimal so viel wie der Käfer-Motor. Dieses Beispiel macht deutlich, dass das Material unserer modernen Hochleistungsmotoren stark beansprucht wird. Und das gilt auch für das Motoröl. Und deshalb ist es sinnvoll, bei der Ölwahl die entsprechenden Vorgaben der Automobilhersteller einzuhalten.


    Zusätze bringen keine Verbrauchsersparnis


Tipp 9: Immer wieder werden spezielle Zusätze für das Motoröl angeboten, die Kraftstoff sparend wirken oder den Motor-Verschleiß verringern sollen. Die Automobilhersteller halten von solchen Ölzusätzen nichts. Außerdem kann bei Verwendung solcher Zusätze die Gewährleistung oder Garantie erlöschen.

Tipp 10: Wer ein 200 Liter Fass mit feinstem Mehrbereichsöl ersteht, drückt den Literpreis auf weit unter 4 Euro. Allerdings: Motoröl altert. Im gut verschlossenen Originalgebinde lassen sich Motoröle drei bis zu fünf Jahre lagern. Wurde das Gebinde geöffnet, zieht Außenluft mit entsprechender Luftfeuchtigkeit ein. Das verringert die Leistungsfähigkeit des Motoröls. Mithin sollte man Motoröl im geöffneten Behälter nicht länger als ein Jahr lagern.

Tipp 11: „Premium-Öl“ „Super-Hochleistungsöl“ und was den Marketingstrategen sonst noch so einfällt, um den Ölpreis kräftig anzuheben. Ein Automotor lebt im Mittel etwa 13 Jahre ob mit oder ohne Premium-Öl. Zudem: die Automobilfirmen vertreiben ihre Fahrzeuge weltweit, insbesondere auch in Preis-sensible Länder. Und dort gibt es kein “Premium“ und dennoch halten die Motoren. Das bedeutet: Wer sich an die Ölvorgaben der Automobilfirmen hält, macht nichts falsch. Zudem: die wenigsten Personenwagen werden 13 Jahre lang von einem Besitzer gefahren.

Tipp 12: Wer Motor- oder Getriebeöle verkauft, muss eine Annahmestelle für gebrauchte Öle einrichten und die Altöle bis zur Menge der abgegebenen Öle kostenlos annehmen. Das gilt auch für Ölfilter und die beim Ölwechsel anfallenden ölhaltigen Abfälle. Diese Rücknahmeverpflichtung besteht auch für Internet-Firmen. Die Kosten für den Versand des gebrauchten Öls muss der Käufer übernehmen.

Tipp 13: Es gibt in Baumärkten mitunter äußerst preiswerte No-Name-Öle. Kann man die bedenkenlos in seinem modernen Hochleistungsmotor verwenden? Ja, wenn eindeutig die erforderliche Norm für den betreffenden Motor erfüllt wird. Die Fachzeitschrift „sport auto“ hat 13 preiswerte Leichtlauföle 5W30 geprüft und kommt zu folgendem Ergebnis: „Von den elf gut bewerteten Billigölen konnten sogar einige in der Eigenschaftswertung dem von VW empfohlenen und zugleich teuren Castrol-Markenöl, das im Test als Referenzprodukt diente, ordentlich Paroli bieten – was bei genauerer Betrachtung wenig verwundert. Denn zehn der elf empfehlenswerten Billigöle besitzen eine nachweisbare VW-Freigabe. Interessant ist auch, dass zwischen dem Markenhersteller und den No-Name-Anbietern eine große Preislücke klafft – im Vergleich zu den günstigen Schmierstoffen im Test ist der Liter von Castrol mehr als drei Mal so teuer.“

Rüdiger Etzold