Cover VW Passat

Etzold

VW Passat 2011-2014 (105-300 PS)

So wird´s gemacht - Band 157

ISBN: 978-3-667-10132-7

Reparaturanleitung für VW Passat

--> In den 1970ger Jahren schlidderte Volkswagen aufgrund seiner desaströsen Modellpolitik einer Pleite entgegen, so dass der damalige VW-Chef Rudolf Leiding der Tochter Audi „unter den Rock greifen musste“, wie er es ausdrückte. Das Ingolstädter Unternehmen hatte 1972 mit dem Audi 80, unter der Regie von Technikchef Ludwig Kraus, eine konventionelle Stufenheck-Limousine mit wassergekühltem Reihen-Vierzylinder und Frontantrieb auf den Markt gebracht, die für die technische Auslegung aller zukünftigen Wolfsburger Modelle richtungsweisend wurde. In kürzester Zeit gelang es dem italienischen Designer Giorgio Giugaro aus der Stufen-Hecklimousine von Audi eine Schrägheck-Limousine zu modellieren, die 1973 als Volkswagen Passat vorgestellt wurde. 2010, nach über 20 Millionen verkauften VW Passat, präsentierte Volkswagen die 7. Generation (intern Typ 3C), die den Antriebsstrang und die Plattform des Vorgängermodells nutzte. „Mit neuem, markantem Design“, so eine Aussage von VW, „spricht der als Limousine und Variant erhältliche Bestseller zuverlässig seine Zielgruppe an. Er darf wieder etwas mehr Chrom tragen, nur nicht am Kühlergrill, der deutlich versachlicht wurde, ohne dabei emotionslos zu wirken.“ Für das Fachblatt „Auto-Motor-Sport“ war der B7 eher eine Evolution statt eine Revolution. „Damit ist klar, dass es VW Passat Nummer sieben beim Abnabeln schwer haben muss. Vielleicht haben sie ihn deshalb nur sanft gepflegt statt radikal revolutioniert. Wozu auch das Rad neu erfinden? Passat, da weiß man, was man hat – fertig. So entschieden sich die Strategen fu?r ein Edel-Facelift im Wortsinn, beginnend beim Ku?hlergesicht. Hinfort mit dem chromglänzenden Lätzchen samt dessen mildem Lächeln, her mit dem strengen Look der aktuellen VW-Flotte plus leicht staatstragendem Touch.“ 2012 wurde das Modellangebot mit dem Passat Alltrack angereichert, einem Allrad-Kombi fürs leichte Gelände mit 30 Millimeter mehr Bodenfreiheit, Doppelkupplungsgetriebe und prägnanten Designmerkmalen. Je nach den eigenen Wunschvorstellungen ließ sich natürlich auch der B7-Passat individuell aufpeppen oder mit einer von drei Ausstattungsvarianten ordern: Trendline: Stahlfelgen mit Radkappen, elektronische Parkbremse, elektrisch betriebene Fensterheber, Klimaanlage, Stoffsitze schwarz, Zierleisten schwarz an Seitenfenstern. Comfortline: 16 Zoll Leichtmetallfelgen, Ambientebeleuchtung innen, Chromleisten an den Seitenfenstern, den Stossfängern sowie an den Türen. Lederlenkrad, Komfortsitze in drei verschiedenen Farben, sowie, welch ein Luxus, beleuchtete Make-Up-Spiegel in den Sonnenblenden. Highline: 17 Zoll Leichtmetallfelgen, Klimaautomatik, Nebelscheinwerfer, Multifunktions-Lederlenkrad, Teilleder-Alcantara-Sportsitze, Sitzheizung vorne und im Innenraum Aluminium/Holz-Dekoreinlagen. Bei den Triebwerken konnte der Passat-Fan auf das reichhaltige Wolfsburger Portfolio zurückgreifen, so dass ein breites Leistungsspektrum zur Verfügung stand: Benziner-Motoren im Passat B7 1,4 l/ 90 kW (122 PS) 11/10 – 10/14 1,4 l/110 kW (150 PS) 11/10 – 09/12 1,4 l/118 kW (160 PS) 11/10 – 10/14 1,8 l/118 kW (160 PS) 11/10 – 10/12 2,0 l/155 kW (211 PS) 01/11 – 10/14 3,6 l/220 kW (300 PS) 11/10 – 10/14 Diesel-Motoren im Passat B7 1,6 l/ 77 kW (105 PS) 11/10 – 10/14 2,0 l/103 kW (140 PS) 11/10 – 10/14 2,0 l/125 kW (170 PS) 11/10 – 10/14 2,0 l/130 kW (177 PS) 11/12 – 10/14 Die professionellen Auto-Tester gaben dem Passat B7 generell gute Noten, wie unter anderem die „Auto-Zeitung“ 2013 nach einem 100.000-Kilometer-Test: „Dass der VW Passat einer der erfolgreichsten Mittelklässler ist, kann niemanden verwundern. In unserem Dauertest offenbarte er eine Langzeitqualität auf Top-Niveau. Kein Defekt konnte den VW stoppen. Dazu ist er sehr praktisch und genügsam beim Kraftstoffkonsum. Lediglich einige kleinere Störfaktoren wie das schroffe Doppelkupplungsgetriebe und das merklich gealterte Fahrwerk trüben das Bild ein wenig. Und: Ein billiges Vergnügen ist der Passat nicht. Die Extras gehen ins Geld.“ Auch „Auto-Bild“ urteilte 2014 nach einem Gebrauchtwagentest recht positiv: „Der B7 steckt Dauer-Stress meist problemlos weg, die Mängelquoten beim TÜV sind erfreulich niedrig. Hoher Bremsenverschleiß ist laufleistungsbedingt, am Fahrwerk sind die hintere Lagerung des vorderen Querlenkers und die vordere Lagerung des hinteren Längslenkers schon mal ausgeschlagen.“ Für den VW Passat (B7) gibt es in der bewährten Etzold-Buchreihe „So wird´s gemacht“ ein entsprechendes Handbuch, es trägt die Bandnummer 157. In bewährter Manier werden auf rund 400 Seiten Reparaturen beschrieben, die der Heimwerker selber durchführen kann. Vom Auswechseln einer Sicherung, den Wartungsarbeiten bis hin zum Erneuern eines Kotflügels, einer Tür, einem Spiegel oder dem Auspufftopf. Sehr hilfreich beim Reparieren sind auch die vielen farbigen Abbildungen. Außerdem enthält der Band farbige Stromlaufpläne, so dass sich ein Defekt in der elektrischen Anlage leichter aufspüren lässt.
VW Passat
VW Passat Variant
Rund drei Viertel aller neuen VW Passat Variant (Typ B7) wurden von gewerblichen Kunden geordert; in der Regel als Leasing-Fahrzeug. Das kann beim Kauf eines gebrauchten VW Passat B7 ein Vorteil sein, denn Leasing-Fahrzeuge werden zwangsläufig scheckheftgepflegt, der technische Zustand dürfte trotz hoher Laufleistungen also gut sein. Die Prüforganisation Dekra hat festgestellt, dass der Passat B7 besser als der Durchschnitt seiner Wettbewerber sei: „Wer sich für einen Passat interessiert, sollte bei einer Besichtigung bereits an Fahrzeugen mit einem Kilometerstand unter 50.000 den Zustand der Bremsscheiben und Bremsbeläge prüfen. Fahrzeuge mit einem Stand über 50.000 km fallen öfter durch ausgeschlagene Querlenkerlagerungen auf. Eine Häufung defekter Staubmanschetten ist an Fahrzeugen mit einer Laufleistung über 100.000 km auffällig. Tipp: Auf defekte Scheinwerfer-Reinigungsanlagen achten.“ Typische Mängel beim Passat B7: Querlenkerlagerung verschlissen , Rost an der Motorhaube, Staubmanschette der Antriebswelle eingerissen

Was man alles am Auto selbst reparieren kann beschreibt das Reparatur-Handbuch »So wird´s gemacht«. Hier eine kleine Auswahl:

  • Wartung, Wartungsplan
  • Motoröl wechseln/Ölfilter ersetzen
  • Kühlmittelstand prüfen/Kühlmittel
  • Frostschutz prüfen/korrigieren
  • Kraftstofffilter ersetzen
  • Motor-Luftfilter: Filtereinsatz erneuern
  • Keilrippenriemen prüfen
  • Sichtprüfung der Abgasanlage
  • AdBlue nachfüllen
  • Achsgelenke/Achslager/Dichtungsbälge/
  • Koppelstangen/Stabilisatorlager,
  • Spurstangenköpfe prüfen/ersetzen
  • Bremsflüssigkeitsstand prüfen
  • Bremsbelagdicke prüfen/ersetzen
  • Bremsflüssigkeit wechseln
  • Staub-/Pollenfilter-Einsatz erneuern
  • Sensoren für Einparkhilfe reparieren
  • Sicherungen auswechseln
  • Batterie ausbauen
  • Batterie prüfen
  • Spannungsstabilisator ausbauen
  • Generator ausbauen
  • Generator-Ladespannung prüfen
  • Keilrippenriemen ersetzen
  • Spannungsregler ausbauen
  • Wischerblatt vorn ausbauen
  • Scheibenwischer in Servicestellung
  • Scheibenwischerarme ausbauen
  • Wischergestänge ausbauen
  • Scheibenwischermotor ersetzen
  • Scheinwerfer
  • Stellmotor für Leuchtweitenregelung
  • Nebelscheinwerfer
  • Heckleuchte/Bremsleuchte auswechseln
  • Kennzeichenleuchte ausbauen
  • Radio/Radio-Navigationssystem ausbauen
  • Multimedia-Interface ausbauen
  • Lautsprecher wechseln
  • Antenne erneuern
  • Frischluftgebläse ausbauen
  • Bedieneinheit der Klimaanlage auswechseln
  • Federbein aus- und einbauen
  • Federbein zerlegen/Stoßdämpfer/
  • Schraubenfeder aus- und einbauen
  • Achsgelenk wechseln
  • Schraubenfeder erneuern
  • Airbag ausbauen
  • Bremsbeläge haus- und einbauen
  • Feststellmotor am Bremssattel wechseln
  • Bremsscheibe wechseln
  • Bremslichtschalter erneuern
  • Mittel- und Nachschalldämpfer ausbauen
  • Mittelkonsole aus- und einbauen
  • Radio ausbauen
  • Türverkleidung ausbauen
  • Stoßfänger wechseln
  • Kühlergrill aus- und einbauen
  • Kotflügel ausbauen
  • Schloss für Kofferraumdeckel erneuern
  • Heckklappe auswechseln
  • Heckklappenschloss ausbauen
  • Tür aus- und einbauen
  • Aggregateträger ausbauen
  • Außenspiegel/Spiegelglas
  • Stromlaufpläne
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